Deutsche Musikindustrie chattet mit Piraten
Nachdem die US-Musikindustrie den Tauschbörsen-Piraten schon seit Ende April dieses Jahres ins Gewissen redet, greift nun auch der deutsche Phonoverband IFPI zu dieser Maßnahme.
Über die Chat-Funktion von KaZaA, Grokster & Co will man die Piraten zum Umdenken bewegen.
In den Mitteilungen macht die Plattenindustrie darauf aufmerksam, dass der User gerade dabei sei, das Gesetz zu brechen, und warnt vor den rechtlichen Folgen.
Auszüge aus der Mitteilung
"Urheberrechtsverletzungen können sowohl Schadenersatzforderungen
als auch strafrechtliche Sanktionen zur Folge haben. Wir fordern Sie
dringend auf, die Musiktitel nicht Dritten zur Verfügung zu
stellen", heißt es in der Chat-Nachricht. "Leisten Sie Ihren Teil
zur Förderung der musikalischen Kreativität und stellen Sie Ihr
Angebot umgehend ein. Vielen Dank!"
Website "Pro-Music"Maßnahme auch in Österreich denkbar
Mit den Warnungen versucht die Musikindustrie die raubkopierenden Tauschbörsen-Nutzer zu mehr Unrechtsbewusstsein zu erziehen.
Auch in Österreich will der Branchenverband IFPI vorerst auf Information und Warnung der User setzen.
Dass bald auch österreichische Tauschbörsen-User unerwünschte Chat-Mitteilungen von der Plattenindustrie erhalten werden, ist anzunehmen, derartige Maßnahmen werden hier zu Lande fast schon traditionell einige Wochen nach dem benachbarten Deutschland eingeführt.
Falls Informationskampagnen keinen Erfolg zeigen, seien Klagen jedoch durchaus vorstellbar: "Das betrifft vor allem 'heavy user', also solche, die besonders viele Dateien up- und downloaden", so Franz Medwenitsch, IFPI-Geschäftsführer.
IFPI will lieber informieren als klagen
