FTP-Server des GNU-Projekts angegriffen
Der FTP-Server des GNU-Projekts steht anscheinend seit geraumer Zeit unter fremder Kontrolle.
Ein Eindringling hatte bereits im März dieses Jahres eine Sicherheitslücke ausgenutzt, um die Root-Rechte zu erlangen. Er installierte einen Trojaner, um damit Passwörter auszuspähen und den Server für Angriffe auf andere zu nutzen.
Der Crack wurde erst in der letzten Juli-Woche bemerkt. Der Eindringling hat dabei eine Sicherheitslücke in der Debug-Funktion ptrace der Kernel-Versionen 2.2 bis 2.4 ausgenutzt haben.
Lücke in Linux-Kernel 2.2 bis 2.4Der unbekannte Angreifer dürfte jedoch keine Veränderungen vorgenommen haben, bei der laufenden Untersuchung der am FTP-Server abgelegten Dateien konnte bisher keine Manipulation entdeckt werden.
Die Files werden anhand der bekannten md5-Checksummen abgeglichen und nach und nach wieder online gestellt.
Seit 1. August 2003 werden nun alle neuen Veröffentlichungen mit GPG [GNU Privacy Guard] signiert.
Bradley M. Kuhn über den Crack der GNU-FTP-Site
