Bewegung in der EU-Roaming-Debatte
Grundsatzentscheid über Billig-Roaming
Die geplante EU-Verordnung zur Senkung der Handytarife im Ausland soll am Donnerstag in wichtigen Eckpunkten auf den Weg gebracht werden.
Hochrangige Kommissionsvertreter erklärten am Dienstag in Brüssel, sie erwarteten eine Weichenstellung bei einem informellen Treffen der Telekom-Minister am Rande der CeBIT in Hannover am Donnerstag.
Den Angaben zufolge sollen die Minister klären, ob künftig ein regulierter Roaming-Tarif grundsätzlich für alle Konsumenten automatisch gelten soll, oder ob die Verbraucher sich extra für eine solche Option entscheiden sollen.
Nach den Plänen der EU-Kommission sollen die Kosten für ein Ferngespräch aus dem EU-Ausland in die Heimat von derzeit durchschnittlich 1,06 Euro auf maximal 59 Cent fallen.
Preisentscheid erst in letzter Minute
Über konkrete Preis-Obergrenzen für Gesprächsgebühren soll am Donnerstag noch nicht verhandelt werden, hieß es in EU-Kommissionskreisen. Das werde voraussichtlich erst in letzter Minute entschieden, sagte ein Experte der EU-Behörde.
Der Roaming-Berichterstatter im Europaparlament, der österreichische Abgeordnete Paul Rübig [ÖVP], will am morgigen Mittwoch konkrete Zahlen für seinen Vorschlag zur Senkung der Gebühren auf den Tisch legen.
Die EU will die Verordnung noch vor der Sommerpause beschließen.
(APA)
