13.08.2003

FORSCHUNG

GPS-Fallschirm für Hilfsgüter

Wissenschaftler aus Stuttgart haben einen steuerbaren Fallschirm entwickelt, der Hilfsgüter autonom und zielgenau in Krisengebieten abladen soll. Der Schirm ist nach Angaben der Universität Stuttgart in dieser Form einmalig.

Bisher sei ein Drittel der Fracht eines Hilfstransportes durch ungünstige Winde abgetrieben oder im unwegsamen Gelände nicht gefunden worden.

Zielsicher

"Hilfsgüter, die von einem Transportflugzeug aus abgeworfen werden, landen mit dem neuen Schirm sicher und bis auf vier Quadratmeter punktgenau", kündigten die Wissenschaftler um Prof. Bernd Kröplin an. Weltweit arbeitende Hilfsorganisationen hätten bereits ihr Interesse bekundet.

Möglich wird der zielgenaue Abwurf durch GPS [Global Positioning System]. An jedem Paket wird ein entsprechender Sender mit den Koordinaten des Landeplatzes angebracht - wie das Paket dann allerdings entsprechende Lenkmaßnahmen vornehmen soll, wurde in der vorliegenden Verlautbahrung nicht erklärt.

Am kommenden Mittwoch soll der neue Schirm vom Typ "Papillon" in Stuttgart-Vaihingen vorgestellt werden.