Weniger Umsatzwachstum für ekey
"Vorbehalte gegen Biometrie verschwinden"
Das auf Fingerabdruckscanner spezialisierte Linzer Biometrie-Unternehmen ekey hat seinen Umsatz im Vorjahr um 33 Prozent gesteigert. Als Grund für das deutlich schwächere Wachstum als im Vorjahr [74 Prozent] werden hohe Investitionen in eine neue Produktfamilie angeführt.
"Für heuer streben wir ein Umsatzplus von rund 50 Prozent und eine Ausweitung der Exportquote von 66 auf 90 Prozent an", erklärte ekey-Geschäftsführer Leopold Gallner am Montag.
"Vorbehalte verschwinden"
Im Jahr 2008 sollen die Umsätze erstmals auf einen zweistelligen Millionenbetrag ansteigen. Das sei unter anderem auf die "diametral gedrehte Einstellung" der Endkunden zur Biometrie zurückzuführen. "Durch den höheren Wissensstand sind viele Vorbehalte verschwunden. Vor drei Jahren war das noch ganz anders", so Gallner.
Bequemlichkeit kommt oft vor Privatsphäre
Wissenschaftler warnen angesichts der rasant wachsenden Zahl von elektronischen Dienstleistungen vor dem sorglosen Umgang mit privaten Daten.
Tür- und PC-Systeme
Neben der "Cash Cow" Zutrittskontrolle setzt das Unternehmen derzeit auf eine Entwicklung, bei der der Fingerabdruck die Anmeldung per Passwort am PC ersetzt. Ziel ist, Biometrie zum Massenmarkt zu machen.
Punkten will das Ende 2002 aus der voestalpine hervorgegangene Unternehmen heuer außerdem mit der Integration von Fingerabdruck-Sensoren in Haustüren. Die Hauptabsatzmärkte im Ausland sind Deutschland, Italien und Großbritannien, exportiert wird laut den Angaben in 42 Länder weltweit.
Entwicklung weiter in Linz
Die Entwicklung und Produktion ist in Linz angesiedelt. "Daran wird sich aus heutiger Sicht auch nichts ändern", so Gallner. Niederlassungen gibt es in Deutschland und Liechtenstein, noch heuer könnten weitere Standorte folgen. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 65 Mitarbeiter, bis Jahresende soll der Personalstand auf 80 steigen.
(APA)
