Digitale Bearbeitung für Zelluloid-Filme
Ein von der Kodak-Tochterfirma Cinesite entwickeltes digitales Aufnahmeverfahren für Kinofilme findet immer mehr Gebrauch in Hollywood.
Zuletzt hat Kevin Costner seinen neuesten Film "Open Range" komplett in der Technik Digital Intermediate gefilmt, die es Filmemachern erlaubt, von der digitalen Technologie zu profitieren, ohne dafür eine digitale Kamera einzusetzen.
Dazu werden die Filme zunächst auf Zelluloid aufgezeichnet und anschließend digitalisiert, danach kann das Material nach Wunsch bearbeitet werden. Der fertige Film wird danach wieder auf Zelluloid rücküberspielt. Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass der kreative Prozess beim digitalen Material progressiver eingesetzt werden kann.
Prototypen von Digital Intermediate wurden bereits in Filmen wie "Pleasantville" [1998] und "O Brother, Where Art Thou?" [2000] eingesetzt.
CinesiteKostenersparnis
Änderungen können dabei sofort überprüft werden und nicht erst nach der Entwicklung im Fotolabor. Außerdem müssen Farbkorrekturen mit Digital Intermediate nur ein Mal durchgeführt werden statt drei Mal - je ein Mal für Kinofilm, Video und DVD.
Das funktioniert, weil alle drei Formate von einem Original-Negativ hergestellt werden, und bringt damit beachtliche Kosteneinsparungen.
In diesem Jahr sollen etwa hundert Filme in die Kinos kommen, die mit Digital Intermediate bearbeitet wurden, im Jahr davor waren es rund ein Dutzend. Auch der neue Arnold-Schwarzenegger-Film "Terminator 3" wurde mit der Technik hergestellt.
