Mobilkom austria kämpft um Kosovo-Lizenz

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11.03.2007

Beschwerde bei UNO, EU und Regulator

Die mobilkom austria hat beim obersten obersten Gericht des Kosovo sowie bei der UNO und der EU Klage bzw. Beschwerde wegen der Vergabe der zweiten Handylizenz für den Kosovo eingereicht. Das berichtet die albanisch-sprachige Zeitung "Koha Ditore".

Mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes bestätigte die Klage bereits am Donnerstag. Der Gang vor Gericht sei auf Grund der kaufmännischen Sorgfalt notwendig gewesen, so Mattes.

Ausschreibung intransparent?

Nach Ansicht der mobilkom war die Ausschreibung intransparent, man wisse nicht einmal, warum man verloren habe. Den Zuschlag hatte ursprünglich das Konsortium Kosmocell bekommen, das aber die vereinbarte Konzessionsgebühr von 81 Mio. Euro nicht bezahlte.

In der Folge kam als zweitgereihter Bieter die slowenische Telekom Slovenije zum Zug, die bereits 75 Mio. Euro überwiesen hat und um zehn Mio. Euro mehr geboten hatte als die mobilkom austria.

Die Telekom Slovenije plant in den nächsten fünf Jahren im Kosovo einen Marktanteil von 50 Prozent zu erobern und innerhalb acht Jahren rund eine Million Kunden zu haben, teilte das Unternehmen mit.

(APA | Tanjug)