Fraunhofer IPK

Handyfotos entlarven Diebesgut

kunstraub
10.03.2007

Eine kostengünstige Handy-Anwendung soll Kunstfahndern bei der Suche nach gestohlenen Bildern und Skulpturen zur Seite stehen.

Die internationalen Datenbanken gestohlener Kunstwerke sind riesig, um den Überblick besser zu bewahren, können Ermittler nun im Zweifel mit dem Handy ein Foto des zweifelhaften Kunstgegenstandes aufnehmen und einsenden.

Schnelle Diebesgut-Identifizierung

Binnen Sekunden kommt eine Antwort mit einer Galerie der zehn ähnlichsten gesuchten Objekte.

Der Fahnder kann die Fotos dann vor Ort vergleichen und somit im Bedarfsfall schnell reagieren und den Verkauf stoppen, bevor das Bild im Archiv eines privaten Sammlers für immer verschwindet.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik [IPK] hat zu diesem Zweck ein Bildauswertungssystem entwickelt, das die geknipsten Bilder automatisch mit in der Datenbank gespeicherten Fotos gestohlener Gegenstände vergleicht.

Prüft Form, Kontur, Farbe und Textur

Anhand von optischen Merkmalen wie Form, Kontur, Farbe oder Textur erkennt das System ähnliche Objekte. Die Lösung ist dabei unempfindlich gegenüber Störfaktoren – etwa einer schlechten Fotografie des Kunstwerks. Spiegelungen durch Blitzlicht oder zu starke Helligkeit haben auf die Bildauswertung im Zentralserver keinen Einfluss.

Legalitätscheck für Private

In Zukunft sind auch mobile Dienste für Privatsammler geplant, die beispielsweise beim Kauf einer Uhr deren Echtheit überprüfen wollen.