Biometriesysteme für die Schweiz

siemens
08.03.2007

Mit Software aus Österreich

Die Siemens AG hat am Donnerstag in München den Start der Installation von Biometriesystemen in Schweizer Behörden bekannt gegeben. Die Systeme, die aus Ausweislesegeräten, Fotoständen, Kameras und Software aus der in Graz programmierten "Siemens Homeland Security Suite" bestehen, sollen in acht "Erfassungszentren" in der Schweiz sowie in acht Vertretungen der Eidgenossenschaft im Ausland installiert werden.

Überprüfung im Erfassungszentrum

Schweizer Bürger können seit Ende 2006 Reisepässe bestellen, die einen RFID-Chip enthalten, auf dem ihre persönlichen Daten sowie das Gesichtsbild abgespeichert sind.

Die Passinhaber sollen die auf dem Chip gespeicherten Daten in den Erfassungszentren sowie auf Schweizer Flughäfen überprüfen können. Wie in Staaten der EU ist auch in der Schweiz später vorgesehen, auch zwei Fingerabdrücke des Passinhabers auf dem Chip zu speichern.

Eine Entscheidung über die Einführung der biometrischen Schweizer Pässe wird frühestens 2009 erwartet. Siemens gibt die maximal mögliche Jahresproduktion im Rahmen des Pilotprojekts mit 100.000 Exemplaren an.