Google Book Search für China und Bayern
Konzern setzt Initiative trotz Gegenwindes in den USA fort
Wie der US-Nachrichtendienst IDGNS am Dienstag gemeldet hat, testet Google nach Angaben in dessen China-Blog seit dem 2. März seinen Dienst Google Book Search in chinesischer Sprache.
Bisher habe Google weltweit ungefähr eine Million Bücher eingescannt, darunter aber nur wenige auf Chinesisch.
Seit Mitte 2006 in Arbeit
Google arbeitet seit Mitte 2006 an der chinesischen Version von Google Book Search. Das Unternehmen hat mit vier chinesischen Verlagen Verträge abgeschlossen, die es ihm erlauben, deren Bücher einzuscannen und in Auszügen online anzubieten. Google Book Search legt automatisch Links zu Buchhändlern, bei denen die Bücher erworben werden können.
Erst am Montag veröffentlichte Microsoft-Anwalt Thomas Rubin einen Brandbrief gegen Google, in dem er dem Unternehmen vorwirft, mit dem geistigen Eigentum anderer Leute ein Vermögen zu verdienen. In New York ist derzeit eine Klage von fünf US-Großverlagen gegen Google hängig. Die Verleger werfen dem Suchunternehmen vor, mit Google Book Search ihr Copyright verletzt zu haben.
Am Dienstag gab die Bayerische Staatsbibliothek bekannt, mit Google Book Search zusammenarbeiten zu wollen. Google wird von der Bayerischen Staatsbibliothek Werke zum Einscannen erhalten, bei denen der Schutz des Urheberrechts abgelaufen ist.
Darunter befänden sich, so die Staatsbibliothek, auch Texte aus Spezialsammlungen und Raritäten, die bisher nur in den Leseräumen der Bibliothek eingesehen werden konnten. Die Bayerische Staatsbibliothek ist laut dem bayrischen Wissenschaftsminister Thomas Goppel die erste deutsche Bibliothek, die mit Google Book Search zusammenarbeitet.
(IDGNS | futurezone)
