Siemens verstärkt Schanghai-Standort
Der Münchner Elektronikkonzern Siemens will seine Mobilfunkfabrik in Schanghai um die Produktion von UMTS-Technik erweitern und damit seine Position auf dem stark wachsenden chinesischen Mobilfunkmarkt stärken.
Siemens strebe in China die Führungsrolle für die Mobilfunktechnik der dritten Generation [3 G] an und investiere daher 30 Mio. USD [26,5 Mio. Euro] in den Ausbau der Fabrik Shanghai Siemens Mobile Communication [SSMC], teilte der Konzern am Mittwoch mit.
China sei mit 234 Mio. Handykunden der größte Mobilfunkmarkt der Welt und Siemens entwickle bereits mit heimischen Partnern den lokalen 3-G-Standard TD-SCDMA.
Inzwischen soll es 37 lizenzierte Handyhersteller im Reich der Mitte geben.
20 Millionen Handys auf LagerZweite Produktionsstätte nach Durach
"Wir sind damit in China in einer einzigartigen Position, die keiner unserer Wettbewerber bieten kann", so Bereichsvorstand Lothar Pauly. Auch habe der Konzern jüngst von China Mobile und China Unicom Aufträge für GSM-Netze im Wert von rund 145 Mio. USD erhalten.
Siemens Mobile hatte bereits gemeinsam mit dem japanischen Partner NEC die ersten kommerziellen und in Betrieb genommenen europäischen UMTS-Netze in England, Italien und Österreich ausgerüstet.
Der Standort Schanghai wird nach Angaben des Konzerns die zweite Produktionsstätte für UMTS-Technik neben dem bayerischen Durach. SSMC beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiter und setze im vergangenen Jahr 1,3 Mrd. Euro um.
