05.08.2003

ABSTURZ

Deutsche IT-Investitionen auf Tiefstand

Rund die Hälfte der deutschen Unternehmen setzen beim firmeninternen IT-Bereich auf Altbewährtes und reduzieren verstärkt die Kosten für Neuanschaffungen.

Das geht aus einer Studie von Mummert Consulting hervor. 24 Prozent der Unternehmer haben ihre IT-Projekte auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt; bei 27 Prozent fielen diese dem Rotstift zum Opfer.

Ein Besorgnis erregender Trend ist vor allem bei der Absicherung der Firmensysteme erkennbar. Hierbei versäumt es mittlerweile jeder zehnte Betrieb, seine Security-Systeme auf dem aktuellsten Stand zu halten und erhöht somit die Gefahr von Angriffen.

Darüber hinaus sparen 27 Prozent bei XML und 25 Prozent bei der Lieferanten-Kunden-Vernetzung. Trotz des boomenden Wireless-Marktes verringern 25 Prozent der Betriebe ihr Budget in diesem Bereich. Auch die Webservices und Server-Konsolidierungen verlieren bei 24 Prozent der deutschen Unternehmen an Interesse.

Mit rund 35 Prozent machen Neuanschaffungen von Hardwarekomponenten den größten Teil der IT-Investitionen aus, gefolgt von Softwarezukäufen mit 26 Prozent. Für das kommende Jahr sehen die Firmen keine Verbesserung für den IT-Markt. Bis zu 73 Prozent prognostizieren nicht nur eine Stagnation, sondern rechnen mit stark sinkenden IT-Investitionen.