02.08.2003

STUDIE

US-User kümmern sich nicht um Copyright

Eine neue Studie hat ergeben, dass sich die Mehrheit der US-User, die Musik aus dem Internet herunterlädt oder über P2P-Börsen tauscht, nicht um etwaige Urheberrechte kümmert.

So besagt die Studie von Pew Internet & American Life Project, dass es für 67 Prozent aller Personen, die Songs downloaden, nicht von Bedeutung ist, ob diese Musik rechtlich geschützt ist. 2000 waren es 61 Prozent.

Bei Usern, die untereinander Musik- oder Videodaten tauschen, ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier sind es 65 Prozent, denen es egal ist, ob die Daten rechtlich geschützt sind.

Insgesamt laden laut Studie derzeit 35 Mio. Erwachsene in den USA [rund 29 Prozent der Internetuser] Musik online herunter.

Für RIAA nicht repräsentativ

Die RIAA sieht die Umfrage als nicht repräsentativ an, da sie durchgeführt worden sei, bevor die US-Musikindustrie begonnen hat, per Gerichtsvorladung die Namen von vermeintlichen Tauschbörsenusern einzuholen um diese dann zu verklagen. Laut RIAA haben die gesetzten Maßnahmen bereits Wirkung gezeigt.

Die in den USA erhobenen Daten stammen aus Umfragen, die zwischen März und Mai 2003 durchgeführt worden sind. Dabei wurden auch weiter Beobachtungen gemacht: Unter den Downloadern befinden sich mehr Männer als Frauen [32 bzw. 26 Prozent] und bei beiden Gruppen sind es vor allem junge Erwachsene, die sich Musik aus dem Internet herunterladen.

So haben mehr als die Hälfte aller Internetuser zwischen 18 und 29 Jahren zumindest einmal Lieder heruntergeladen und zehn Prozent dieser Altersgruppe machen dies täglich, wobei dazu vor allem Studenten zählen, so die Studie.