31.07.2003

HALBJAHR 03

One-Ergebnis übertrifft Erwartungen

Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter hat im ersten Halbjahr 2003 ein positives Betriebsergebnis und ein zweistelliges Umsatzplus erzielt.

Vor allem durch die verstärkte Nutzung von One-Services sowie durch zusätzliche Kunden sei der Umsatz von Jänner bis Juni um 12 Prozent auf 327,5 Mio. Euro gestiegen, sagten One-Vorstandsvorsitzender Jorgen Bang-Jensen und One-Finanzvorstand Christian Schrötter.

Das Betriebsergebnis [EBIT] drehte von minus 4,6 auf plus 24,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] stieg um 48 Prozent auf 103,6 Mio. Euro, die EBITDA-Marge erhöhte sich von 24 auf 32 Prozent.

Trend zum Zweithandy

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde [ARPU] beträgt bei One 35 Euro. Der Österreicher gebe im EU-Vergleich im Schnitt um elf Prozent mehr für Telekomdienste aus als andere Europäer.

One hatte per Ende Juni 1,370 Mio. Kunden [SIM-Karten], 54 Prozent davon sind Vertragskunden.

Am österreichische Mobilfunkmarkt gebe es wider Erwarten weiterhin ein Kundenwachstum. Schrötter ortet auch einen starken Trend zum Zweithandy: "Über 10 Prozent unserer Kunden haben eine zweite SIM-Karte".

Größere Bewegungen im Kundenbereich - vor allem im Geschäftskundenbereich - erwartet One von der künftigen Einführung der mobilen Rufnummernportabilität, die eine Mitnahme der Handynummern inklusive Vorwahl bei einem Betreiberwechsel erlaubt.

Der SMS-Nachfolger MMS [Multi Media Services] beginne indes abzuheben, meint Bang-Jensen. Der Datenanteil am One-Gesamtumsatz betrage derzeit inklusive SMS und MMS rund 18 Prozent.

UMTS-Technologie noch nicht reif

Eine neuerliche zeitliche Verschiebung ortet Bang-Jensen bei der dritten Mobilfunkgeneration UMTS: "Wir hatten auf einen kommerziellen Launch im dritten Quartal gehofft, aber es gibt noch zu wenig Handys und die Technologie ist noch nicht ganz reif".

One werde aber jedenfalls die regulatorische Vorgabe der 25-prozentigen Netzabdeckung bis Jahresende 2003 erfüllen. One werde insgesamt 700 Mio. Euro in den UMTS-Aufbau stecken.

Die vorerst in Deutschland und den Niederlanden thematisierten Steuerrückerstattungen für die ersteigerten UMTS-Mobilfunklizenzen könnten auch in Österreich ein Thema werden, meint Schrötter. Die Branche warte derzeit allerdings auf eine EU-weit einheitliche Regelung.