McAfee-Anwalt angeklagt
Aktienoptionen rückdatiert
Am Dienstag hat ein US-Bundesgericht in San Francisco Kent Roberts, den ehemaligen Chefanwalt des Software-Herstellers McAfee Inc., wegen Manipulationen bei der Ausgabe und Verbuchung von Aktienoptionen angeklagt.
Jobverlust
Roberts wurde bereits vor neun Monaten von McAfee entlassen, weil er mit Aktienoptionen des Unternehmens "unsauber" umgegangen sein soll, die im Jahr 2000 ausgegeben wurden.
Die Anklage wirft dem Anwalt insgesamt sieben Fälle von Betrug vor. Roberts soll gefälschte Berichte an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission [SEC] geschickt und die Bücher von McAfee gefälscht haben.
Breitensport Rückdatierung
Die US-Behörden untersuchen derzeit über 100 Unternehmen in den Vereinigten Staaten, in denen Mitarbeiter Aktienoptionen rückdatiert haben sollen, darunter zahlreiche Firmen aus dem High-Tech-Bereich wie Apple Computer, Monster.com und Take-Two Interactive.
Diese Firmen verbuchten im Nachhinein einen früheren und vom Kurs her möglichst niedrigen Ausgabetermin für die Aktienoptionen. Dadurch erhöhten sich bei steigenden Kursen und minimalem Risiko automatisch die Bezüge für das Führungspersonal.
Solche Rückdatierungen sind an sich nicht illegal, müssen aber vom Unternehmen korrekt verbucht werden.
(AP | futurezone)
