Deutsche Telekom wird zu "T-Com"
Drei Jahre nach dem gescheiterten Versuch der Telekom Austria, im Eilverfahren "Jet2Web" zu werden, versucht nun die Deutsche Telekom, das ungeliebte "Telekom" im Firmennamen loszuwerden.
Von übermorgen, Freitag, an tritt die dominierende Festnetzsparte des Konzerns unter dem Namen "T-Com" auf, während die Marke Deutsche Telekom in den Hintergrund treten wird.
Der Marketing-Chef der rund 40 Millionen Kunden umfassenden Festnetzsparte der Telekom, Achim Berg, sagte am Mittwoch in Bonn, für die Positionierung von T-Com sei ein Zeitraum von weniger als sechs Monaten vorgesehen.
Zweistelliger Millionenbetrag
Als zusätzlicher Aufwand für Werbung und für die Umfirmierung von
Fahrzeugen, Briefköpfen, Gebäuden sowie einen eigenständigen
Auftritt im Internet sei ein zweistelliger Millionenbetrag im
unteren Bereich eingeplant. T-Com erwirtschaftete im Jahr 2002 mit
gut 30 Mrd. Euro den Großteil des Konzernumsatzes von 53,7 Mrd.
Euro.
Hier ist bereits das neue Logo im EinsatzDas Sponsoring
Mit dem Start der deutschen Bundesliga am Freitag werde T-Com als Sponsor des FC Bayern München auftreten und damit die Mobilfunkfirma und Konzernschwester T-Mobile bei der Trikot-Werbung ablösen.
Auch auf Produkten wie etwa Telefonen werde künftig die Marke T-Com zu sehen sein, sagte Berg.
Die Umfirmierung bleibe auf das Inland beschränkt und werde nicht auf ausländische Töchter in Osteuropa übertragen.
Auslöser für die Neuausrichtung der Werbung und der öffentlichen Präsentation ist die unter Konzernchef Kai-Uwe Ricke eingeleitete verstärkte Ausrichtung an den Geschäftsfeldern. Rickes Vorgänger Ron Sommer hatte vor allem den Aufbau des Markenimages Deutsche Telekom mit dem magentafarbenen T als Logo und Dachmarke vorangetrieben.
Magenta gehört nicht allein der Deutschen TelekomT-Online wird überarbeitet
Im Zuge der Neupositionierung der Marke Telekom und ihrer Geschäftsbereiche Festnetz, Mobilfunk, Systemintegration und Internet tritt T-Mobile künftig als Sponsor des bisher unter Team Telekom firmierenden Radsport-Teams auf.
Bei der Internet-Tochter T-Online, bislang Co-Sponsor im Radsport, wird den Angaben zufolge die eigene Markenstrategie gegenwärtig überarbeitet.
Die vierte Konzernsparte, das unter T-Systems firmierende Geschäft mit Systemintegration, war bislang nicht als eigenständige Marke im Sponsoring präsent.
Wie Jet2web wieder Telekom Austria wurde
