Virgin plant ein "iTunes für Spiele"

28.02.2007

Der Gründer des Megakonzerns Virgin, Richard Branson, plant eine Online-Plattform für Spiele, die "für PC-Games das bedeuten soll, was iTunes für Online-Musik war". Neben neuer Streaming-Technik verspricht das Angebot auch ein Online-Rollenspiel im Inselformat.

Das neue Service, das in Kooperation von Virgin Games und Game Domain International angeboten wird, soll den Namen "A World of My Own" [AWOMO] tragen. Die Plattform soll auch ein Online-Rollenspiel a la "Second Life" umfassen.

Neue Streaming-Technologie

Das Konzept sieht eine virtuelle Welt vor, in der sich der Nutzer fortbewegt und auf verschiedene Spiele zugreifen kann. In der ersten Phase steht das Spieleangebot im Vordergrund.

Dabei setzen die Anbieter auf eine neue Streaming-Technologie, die den Spielbeginn in wenigen Minuten ermöglicht, anstatt lange auf Downloads warten zu müssen.

Auch der US-Unterhaltungskonzern Disney unternimmt einen ersten ernsthaften Versuch, ins Geschäft mit Netz-Games einzusteigen. Die Online-Spielwelt "Pirates of the Caribbean" soll am 25. Mai starten.

Flug auf den Mond zu gewinnen

Um sich von anderen Anbietern im Netz abzuheben, setzen die Betreiber nicht nur auf den einfacheren Zugang. Sie haben auch Wettbewerbe mit Geldpreisen angekündigt und wollen die Nutzer mit einer Reise auf Bransons Privatinsel oder einem Flug auf den Mond locken.

In der zweiten Phase soll AWOMO schließlich eine virtuelle Inselwelt eröffnen, die neben Geschäften, Clubs und Restaurants auch Strandhäuser zum Kauf oder zur Miete sowie Motorbootrennen bieten soll.

Start im dritten Quartal

Die Insel soll den Betreibern über Werbeeinnahmen auch zusätzliche Einnahmen beschaffen. Der Start ist für das dritte Quartal 2007 geplant. Über das konkrete Spieleangebot wurde noch nichts bekannt, die wichtigsten Entwicklerstudios sollen ihre Unterstützung aber schon zugesagt haben.

Werbung in Spielen wird eine große Zukunft vorausgesagt, doch sowohl Werber als auch Spieleentwickler sind mitunter zurückhaltend.

(Ars Technica)