30.07.2003

TELEWORK

AK kritisiert IT-Auswirkungen auf Arbeit

Die Arbeiterkammer [AK] kritisiert die Auswirkungen moderner Telekom- und IT-Technologien auf die Arbeitswelt der Menschen.

"In der Regel werden neue technologische Möglichkeiten nicht dazu genutzt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Im Gegenteil, in weiten Bereichen der Wirtschaft bringen die neuen Kommunikationsformen weniger Autonomie für die Beschäftigten. Von einer befreienden Wirkung der Technologie kann also keine Rede sein", so die AK heute vor Journalisten.

Die Arbeiterkammer fordert daher "mehr sozialen Schutz für atypisch Beschäftigte".

Telearbeit "großteils gescheitert"

Für Beschäftigte am unteren Ende der Hierarchie "kann das zur Abwertung, zur Missachtung ihrer Qualifikation und in der Folge zu psychischen Belastungen führen". Der oft als Zukunftsbereich bezeichnete Sektor "Telearbeit" kann den AK-Angaben zu folge als "großteils gescheitert" betrachtet werden.

Telearbeit habe nur in einem geringen Ausmaß zu einer Verbesserung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie geführt. Durch den IT-Einsatz werden nach AK-Schätzung "die einzelnen Arbeitnehmer leichter austauschbar", Belegschaften würden in kleinere Kern- und größere Randbelegschaften aufgeteilt.