Digicam-Teile werden knapp
Der Boom bei Digicams lässt nicht nach: Laut Berechnungen des asiatischen IT-Dienstes DigiTimes dürften 2003 weltweit insgesamt über 40,7 Mio. Digicams verkauft werden, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Den Markt teilen sich dabei größtenteils japanische und taiwanesische Anbieter, die entweder unter eigenem Namen oder als Auftragsfertiger fungieren.
Doch die hohe Nachfrage führt zu Produktionsengpässen - einige Digicam-Bauteile werden bereits knapp. Besonders betroffen sind die Bild-Chips, die so genannten CCDs [charge-coupled devices]. Sie wandeln das eintreffende Licht in digitale Bildinformationen um.
Produktauslieferung verzögert
Olympus hat bereits zum zweiten Mal die Vorstellung einer neuen
Digicam mit verbesserter Bildvergrößerung verschoben. Auch ein
wasserdichtes Modell musste vorerst an die Teileknappheit glauben.
Markt für Digicams wächst rasantFuji kann eine Digicam, die bereits im Februar vorgestellt wurde, bis Oktober nicht liefern. Auch hier ist die CCD-Knappheit schuld.
Heuer werden je nach Schätzung zwischen 40 und 45 Millionen Digicams produziert. Sony, selbst größter Hersteller von CCDs, wird bis August seine Produktionskapazität von 3,5 auf 7,2 Millionen Stück ausweiten. Ab September sollen noch eine bis zwei Millionen Stück hinzukommen. Dennoch wird das Unternehmen nur 70 Prozent des Bedarfs decken können.
Teileknappheit auch bei DVD-Laufwerken
Auch bei PCs beginnt sich eine Teileknappheit anzubahnen. Optische Teile von DVD-Laufwerken und Brennern sind derzeit Mangelware. Gleichzeitig soll der Bedarf nach derartigen Bauteilen heuer um bis zu 400 Prozent auf 18 Millionen Stück steigen. Zwar haben die Hersteller hastig ihre Produktionskapazitäten erhöht, doch es erscheint unwahrscheinlich, dass sie die komplette Nachfrage befriedigen können.
