Erster "Flash Mob" in Österreich
Freitag, 15.45 Uhr, auf der Wiener Mariahilfer Straße: etwa fünfzig Menschen stürmen gleichzeitig das noble Kleidergeschäft "Gil".
Dort greifen sie alle zum Handy, telefonieren kurz und verlassen das Geschäft nach exakt fünf Minuten wieder, um in alle Himmelsrichtungen zu verschwinden.
24 Stunden zuvor war im Internet zum ersten "Flash Mob", einer spontanen Menschenansammlung ohne erkennbaren Zweck, in Wien aufgerufen worden.
Kurze sinnentleerte Massenaufläufe
"Flash Mobs" sind kurze sinnentleerte Massenaufläufe, die ganz
bewusst unpolitisch und ohne jegliche Botschaft ablaufen. Die Idee
entstand Ende Juni in New York, wo die spontan organisierten Treffen
inzwischen wöchentlich stattfinden. Seitdem zieht der neue
Internet-Hype um die ganze Welt.
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Mehr auf FM4.orf.at "Flash Mobs: Fluch oder Segen?"So läuft es ab
"Treffpunkt 15.00 bis 15.15 Uhr Straßenbahn Volkstheater" war im Internet zu lesen.
Am Treffpunkt angekommen, erhielt man von den Organisatoren einen Zettel mit Instruktionen: "Begib dich zur Mariahilfer Straße 49. Betritt um exakt 15.45 Uhr das Geschäft GIL."
"Rufe einen Freund an, erzähle diesem, dass du jetzt noch schnell einkaufen gehst, weil du dann zum Flughafen musst, und plaudere ein oder zwei Minuten mit ihm. Verlasse dann um 15.50 Uhr wieder das Geschäft und trenne dich von der Gruppe."
Diesem Aufruf sind rund 50 Leute nachgekommen und haben exakt die Instruktionen befolgt.
Im edlen Textiliengeschäft hinterließen sie verwirrte Gesichter bei den unbeteiligten Verkäufern.
Mehr Flash Mobs folgen
"Dieser Überraschungseffekt ist das Wesen des 'Flash Mobs'",
sagten die zwei Organisatoren, Verres und Naeher. "Ein
gruppenchaotischer Prozess, der betont unpolitisch ist", erläutern
sie den "Zweck" der spontanen Treffen.
Ale Termine und Details zu den österr. Flash Mobs
Fotos des "Gil"-Flash Mobs
