Zeitung lesen mit Vista
Microsoft will den Markt für E-Papers aufbrechen - ein weiterer Angriff auf Adobes PDF.
Microsoft hat am Donnerstag in Redmond Kooperationen mit den US-Verlagshäusern Associated Newspapers Ltd., Forbes Inc. und Hearst Corp. bekannt gegeben.
Die drei Verlage wollen ihre gedruckten Publikationen mit einem von Microsoft bereitgestellten Entwicklungspaket zu dynamischen E-Papers aufbereiten. Mit dem renovierten Microsoft-Reader-System soll es möglich sein, den Zeitungsinhalt offline zu lesen und auch laufend aufdatierte Geschichten von der Verlags-Site herunterzuladen.
WPF-basierte Leseanwendungen
Grundlage für die neuen an Verlagsbedürfnisse angepassten Reader-Versionen ist die Windows Presentation Foundation [WPF], das Grafiksubsystem von Windows Vista. Interessenten, die XP Service Pack 2 laufen haben, können das .NET-Framework 3.0 nachinstallieren, in dem die vom Reader benötigten Bibliotheken enthalten sind.
Microsoft beabsichtigt auch, ein "Publisher Starter Kit" für interessierte Verleger kostenlos bereitzustellen, die damit E-Zeitungen für die neue Plattform aus Redmond bereitstellen sollen. Bisher waren E-Paper eher eine Domäne des PDF-Erfinders Adobe. Microsoft versucht derzeit, sein eigenes Format XML Paper Specification [XPS] als Alternative zu PDF anzubieten. Adobe hat kürzlich darauf gekontert und die gesamte Spezifikation von PDF 1.7 der ISO zur Standardisierung vorgelegt.
