Microsoft hat Revver im Visier
Die Online-Videoplattform Revver könnte schon bald einen neuen Besitzer haben. Auch Microsoft ist unter den Interessenten.
Microsoft-Manager hätten bereits Möglichkeiten überprüft, Revver-Technologie in das hauseigene Online-Videoangebot MSN Soapbox zu integrieren, berichtet das Technologieportal CNet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.
Vor einer Woche hatte Microsoft seine Online-Videoplattform MSN Soapbox nach einer mehrmonatigen geschlossenen Testphase im öffentlichen Betatest zugänglich gemacht.
Auch DivX interessiert
Revver-Geschäftsführer Steven Starr stellte gegenüber CNet zwar Verkaufspläne für den Videodienst in Abrede, die Plattform wird jedoch heftig umworben.
Neben Microsoft ist auch das Technologieunternehmen DivX, das die Video-Sharing-Site Stage6 betreibt, an Revver interessiert.
Werbeeinnahmen werden geteilt
Revver setzt im Gegensatz zu Konkurrenten wie YouTube bereits seit längerem auf die Teilung der Werbeeinahmen mit Videoproduzenten.
Dennoch lehnten es die großen Hollywood-Studios und US-TV-Netzwerke bisher ab, ihre Videos auf Revver zu präsentieren. Sie wollten ihre Inhalte nicht zu denselben Konditionen zur Verfügung stellen, die auch Amateurproduzenten geboten werden.
Auch YouTube-Gründer Chad Hurley hatte vor kurzem angekündigt, die Nutzer künftig an den Werbeeinnahmen der Plattform mitverdienen zu lassen. YouTube, meinte Hurley auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, habe von einem solchen Modell bisher abgesehen, weil man vermeiden wollte, dass die Nutzer nur durch die Verdienstmöglichkeit motiviert werden.
Unter Druck
Revver war zuletzt im Kampf um Marktanteile auf dem Online-Videomarkt gegenüber den Konkurrenten ins Hintertreffen geraten. Im Dezember 2006 hielt Revver bei lediglich 0,8 Prozent auf dem von YouTube mit einem Anteil von mehr als 45 Prozent beherrschten Markt.
(futurezone | CNet)
