22.07.2003

STRATEGIE

ÖBB-IT soll jährlich 28,5 Mio. einsparen

Die Österreichischen Bundesbahnen [ÖBB] wollen ihre jährlichen Kosten für die Informationstechnologie bis Ende 2005 von derzeit 115 Mio. Euro um jährlich 28,5 Mio. Euro senken.

Wie das Unternehmen heute vor Journalisten erklärte, soll die IT-Umstrukturierung kostenneutral erfolgen und unter anderem durch gemeinsame Servicierung, Auslagerungen, konzernweite Ausschreibungen und Personalabbau erzielt werden.

Der Startschuss für dieses IT-Projekt fiel im Sommer 2002.

Am schwierigsten gestaltet sich demnach die Trennung des Teilbereiches Telekommunikation in einen "klassischen" Telekom-Bereich und in einen "sicherheits- und eisenbahnrelevanten Bereich".

Zahl der Lieferanten wird reduziert

Derzeit habe man bereits ein Gesamt-IT-Einsparungspotential von rund 10 Mio. Euro erzielt, zur Zeit wird laut Mörzinger unter anderem versucht, die 300 Lieferanten erheblich zu reduzieren. Ziel sei es beispielsweise, nur mehr 12 Druckermodelle von einem Lieferanten oder einem Konsortium zu betreuen.

Entsprechende Gespräche seien im Laufen. Verworfen habe man hingegen ursprüngliche Überlegungen, das Rechenzentrum komplett auszulagern. "Selbst wenn wir hier Personal hätten abbauen können [ein Großteil der ÖBB-Mitarbeiter sind unkündbare Beamte], wäre diese Lösung nicht günstiger gewesen", versichert Mörzinger.

Sehr wohl sinnvoll sei jedoch eine teilweise Auslagerung, so werde Rechnerkapazität von der Computerfirma IT Austria angemietet, wodurch die Kosten laut Mörzinger auf "ein Achtel gesenkt wurden".

Sensible Sicherheitsfrage

Erhebliches Einsparungspotenzial sei auch durch Gesetzesänderungen möglich, wie zum Beispiel die Verwendung des Mobilfunks bei Signalanlagen. Hoffnung auf entsprechende Gesetzesänderungen haben die IT-Verantwortlichen aber nicht. Dazu sei beispielsweise die Sicherheitsfrage zu sensibel.