21.07.2003

FANTASIE

Linux-Lizenzen beflügeln SCO-Kurs

Die SCO Group hat angekündigt von bestimmten Linux-Benutzern Lizenzgebühren verlangen zu wollen. Dabei beruft sich der Konzern auf seine Urheberrechte über Teile von Linux.

SCO will nun jene Unternehmen, die Linux-Server mit mehreren Prozessoren basierend auf Linux-Kernel 2.4 bzw. 2.5 einsetzen, über sein Vorhaben informieren und behält sich rechtliche Maßnahmen vor falls diese einer Lizenzgebühr nicht zustimmen sollten.

Theoretisch könnte SCO durch die Vergabe von Lizenzen mehrere Mrd. USD einnehmen. Die SCO-Aktie schoss daraufhin in New York um rund 20 Prozent nach oben und ging mit immer noch mehr als elf Prozent Gewinn aus dem Handel.

Preise

Exakte Preise für die Lizenzen wurden bisher noch nicht festgesetzt, doch diese sollen in etwa den Preisen für UnixWare, SCOs Version von Unix, entsprechen.

Diese Gebühren reichen von 700 USD für einen Singleprozessor bis zu mehr als 10.000 USD für stärkere Systeme.

Um diesen Kosten zu entgehen können die Benutzer von Linux laut Darl McBride, Geschäftsführer von SCO, alternativ auch auf frühere Softwareversionen zurückgreifen.

Einer Sprecherin von IBM zufolge hat SCO aber bisher keinen konkreten Quellcode anzeigen können, der die Urheberrechte verletzt hätte: "SCO verlangt von den Kunden Lizenzgebühren aufgrund von Behauptungen, aber nicht von Fakten". Auch Red Hat, einer der größten Linux-Distributoren, ist sich sicher keine Eigentumsrechte verletzt zu haben. Die Geldgeber von Linux fordern nun SCO auf, die angeblich urheberrechtlich verletzten Teile der Software genau zu bestimmen.