US-Börsenaufsicht prüft Spielehersteller
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission [SEC] hat eine Untersuchung der Umsatz-Praktiken bei drei großen Spieleherstellern gestartet.
Konkret werden Acclaim Entertainment ["BMX XXX"], Activision [Tony Hawk Serie] und THQ ["MotoGP"]genau unter die Lupe genommen.
Der SEC geht es um die Praxis, wonach einige Spieleproduzenten fälschlicherweise große Mengen von Produkten in Lagerhäusern bereits als Umsatz verbucht haben, noch bevor ein Käufer die Ware ausgeliefert bekam.
Wie Activision erklärt, ist diese Praxis unter Spieleherstellern durchaus üblich.
Ausweitung der Untersuchungen möglich
Die Untersuchung könnte sich auch auf weitere Spielehersteller
und ihre Verkaufspartner ausweiten. Die SEC hat jedoch darauf
hingewiesen, dass die Untersuchung nicht als Anzeichen dafür
gedeutet werden darf, dass gegen das Gesetz verstoßen wurde.
Rekordergebnis bei ActivisionSelbe Problematik im Vorjahr bei Take 2
Branchenanalysten zufolge ist die für die SEC ungewöhnliche zeitgleiche Untersuchung von drei großen Spieleproduzenten auf ein laufendes Verfahren gegen den Anbieter Take 2 Interactive Software, der für sein Hit-Spiel "Grand Theft Auto" bekannt ist, zurückzuführen.
Im letzten Jahr musste das Unternehmen sieben Geschäftsquartale neu ausweisen und dabei 15,4 Mio. USD Umsatz zurücknehmen.
Dieser Betrag war fälschlicherweise als Umsatz deklariert worden, obwohl die an unabhängige Händler ausgelieferten Spiele an die Firma zurückgingen.
