Klagen gegen DT legen Gericht lahm
Der enorme Andrang von Aktionären der Deutschen Telekom [DT] legt die zuständige Kammer beim Frankfurter Landgericht lahm.
Mehr als 10.000 DT-Aktionäre haben bereits Schadenersatzklagen eingereicht und die zuständige siebte Kammer damit vor erhebliche Probleme bestellt.
"Das Gericht sieht kein Land mehr", so Franz Braun von der Münchner Kanzlei Rotter zum "Tagesspiegel" [Freitagausgabe].
Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, in seinem Verkaufsprospekt zum dritten Börsengang im Mai 2000 wesentliche Risiken verschwiegen zu haben. Sie verlangen daher ihr eingesetztes Kapital nebst Kosten zurück.
10.000 DT-Aktionäre beantragen VergleichVerhandlungsbeginn nicht vor August 2004
Weil die Gerichtsverwaltung noch damit beschäftigt sei, alle Kläger zu registrieren, sei mit einem baldigen Prozessbeginn nicht zu rechnen.
Vielmehr habe das Gericht der DT bis Ende Februar nächsten Jahres Zeit gegeben, auf die Forderungen der Kläger zu reagieren.
Den Beginn der mündlichen Verhandlung erwarten die involvierten Anwälte nicht vor August nächsten Jahres.
