Einigung in Microsoft-Sammelklage
Wegen Monopols auf 252 Millionen Euro geklagt
Ein Gericht im US-Bundesstaat Iowa hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass es im Fall einer Sammelklage gegen Microsoft wegen Ausnutzung seiner monopolartigen Stellung auf dem Software-Markt zu einer Einigung gekommen sei.
Tausende Bürger des Staates Iowa hatten sich der Sammelklage angeschlossen. Sie warfen Microsoft vor, seine monopolartige Stellung dazu missbraucht zu haben, erhöhte Preise zu verlangen. Sie wollten Microsoft dazu verurteilt sehen, ihnen insgesamt 252 Millionen Euro zahlen zu müssen.
206 Sammelklagen
Microsoft, das sich seit dem Jahr 2000 insgesamt 206 solcher Sammelklagen stellen musste, von denen 108 zu einem Kartellprozess vor dem Bundesgericht zusammengefasst worden waren, hatte die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und behauptet, die Kunden hätten Qualitätsprodukte zu einem fairen Preis bekommen. Die meisten dieser Sammelklagen waren abgewiesen oder außergerichtlich geregelt worden.
Microsoft hatte im Januar 2003 insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar an die Kläger im großen kalifornischen Kartellprozess gezahlt, bevor das Verfahren dort vor Gericht kommen konnte.
Das Gericht in Iowas Hauptstadt Des Moines wird am 20. April eine Anhörung veranstalten, in deren Rahmen die Bedingungen der Einigung zur Sprache kommen werden. Vorher wollte das Gericht keine Details bekannt geben.
(AP | futurezone)
