Google erklärt Verlegern das Internet

unterricht
13.02.2007

"Verwenden Sie robots.txt"

Nach der Entscheidung eines belgischen Gerichts vom Dienstag, dass Google den im Verband Copiepresse organisierten belgischen Verlegern dreieinhalb Millionen Euro für die Bereithaltung von Zeitungsartikeln in Google News und im Cache der Suchmaschine zahlen muss, gibt das Unternehmen den Zeitungsmachern in einer Medienmitteilung Nachhilfeunterricht in Sachen Webdesign:

"Wenn Verleger nicht wollen, dass ihre Websites in den Suchresultaten erscheinen, helfen ihnen technische Standards wie robots.txt und Metatags ganz automatisch dabei, zu verhindern, dass ihre Inhalte in den Index einer Suchmaschine aufgenommen werden."

Suchen und finden

Google begrüßt die Entscheidung des Gerichts, das die Verleger dazu aufgefordert habe, Google mitzuteilen, welche Artikel sie aus dem Suchsystem entfernt haben wollen. Das Unternehmen weist auch darauf hin, dass die Suchmaschine und Google News die Geschichten immer nur anreissen würden. Wer sich für den vollen Text interessiere, würde sowieso auf den Zeitungswebsites landen. Dass die Artikel unter Umständen im Volltext im Cache verfügbar sind, spricht Google in der Mitteilung jedoch nicht an.

Wenn eine Zeitung nicht wolle, dass Google ihre Inhalte referenziere, solle sie es dem Unternehmen einfach mitteilen. "Es ist nicht notwendig, uns für teures Geld zu verklagen", schreibt Google.