EU genehmigt UMTS-Kooperation
Die EU-Kommission will in dieser Woche angeblich die Zusammenarbeit von T-Mobile und dem britischen Mobilfunkunternehmen mmO2 beim Aufbau eines UMTS-Netzes in Deutschland genehmigen.
Bereits im April hatte die EU-Kommission eine solche Kooperation für Großbritannien erlaubt.
Die Kommission werde eine ähnliche Genehmigung für Deutschland am Mittwoch erteilen, hieß es am Montag in Brüssel. Es blieben allerdings verschiedene deutsche Regionen bis Ende 2005, 2007 beziehungsweise 2008 ausgeklammert.
Keine Wettbewerbsbeschränkung
In Großbritannien dürfen die beiden Unternehmen
UMTS-Infrastruktur wie Trafo- und Kühlanlagen sowie Sendemasten
gemeinsam betreiben. Außerdem dürfen T-Mobile und mmO2 in dünner
besiedelten Gebieten ihre eigenen Netzkapazität für andere Anbieter
bereitstellen, das so genannte Roaming. Die Genehmigung für
Großbritannien hatte die EU-Kommission damit begründet, dass sie
nicht den Wettbewerb einschränke.
T-MobileUnternehmen hoch verschuldet
T-Mobile ist der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber Europas und eine Tochter der Deutschen Telekom. Die britische mmO2 ist auf dem deutschen Markt mit O2 Germany vertreten. Die beiden hoch verschuldeten Unternehmen wollen mit ihrer Zusammenarbeit Kosten sparen und die bereits mehrmals verschobene Markteinführung der Dienste beschleunigen.
