14.07.2003

TAGEBUCH

Politiker suchen Bürgernähe über Weblogs

Die britische Blogger-Community versucht derzeit, Politiker von der Nutzung von Weblogs zu überzeugen. Vor allem in den USA führen immer mehr Politiker derartige Online-Tagebücher, um die Bevölkerung auf diesem Weg direkt über ihre persönlichen wie beruflichen Interessen auf dem Laufenden zu halten.

"Blogs sind ein außergewöhnlich guter Weg mit Leuten in Kontakt zu treten, die sich dafür interessieren, was man macht," erklärt Voxpolitics-Geschäftsführer James Crabtree.

"So können die Leute die Tätigkeiten der Politiker über das Internet verfolgen, und Einblicke in die persönlichen Gedanken des Betreffenden bekommen."

Politik-Weblog als Mittel zur Bürgernähe

In Europa sind Weblogs im privaten Bereich zwar längst weit verbreitet, doch erst wenige Politiker haben diesen Weg der Kommunikation mit den Bürgern gewählt.

In Österreich sucht derzeit nur Peter Pilz [Grüne] mit seinem Tagebuch die Bürgernähe über das Internet, in Deutschland ist zumindest eine Abgeordnete [Kristina Köhler - CDU] online und in Großbritannien sind immerhin drei Parlamentarier [Tom Watson, Richard Allan und James Mills] mit Weblogs im Netz vetreten.

Unverfälschtes Feedback

"Die Blogs zeigen die menschliche und damit leichter zugängliche Seite der Politiker," so Crabtree. "Sie stehen für Transparanz und Offenheit."

Auch Personen, die der Verfolgung des politischen Geschehens sonst längst überdrüssig sind, und gerade des jüngere Publikum, sollen mit Hilfe des neuen Mediums wieder erreicht werden können.

Die Zugriffszahlen und die geposteten Kommentare der User würden zudem unverfälscht Auskunft über die aktuelle Beliebtheit eines Politikers geben.