Trojaner missbraucht PCs als Sex-Proxy
Ein neuer Trojaner "Migmaf" versucht Rechner zu infizieren, um unbemerkt einen Proxy-Server zu installieren und zu starten. Dann leitet Migmaf ohne Wissen des Computerbesitzers alle Anfragen auf einen Server um, der für pornografische Websites wirbt.
Über einen eigenen DNS-Server wird die IP-Adresse aufgelöst und der Proxy wechselt so alle zehn Minuten zwischen den befallenen Systemen. Auch die Bandbreite wird ermittelt und Rechner mit schnellen Internetanbindungen bevorzugt befallen.
Identität verbergen
"Hier werden Leute in das Pornogeschäft hineingezogen, ohne darüber Bescheid zu wissen", meint der Sicherheitsexperte Richard M. Smith.
Für die Verbreiter des Trojaners hat dieses System eindeutige Vorteile: Sie können ihre Identität hinter einem Ring von PCs verbergen und vermeiden dadurch ihr bisher größtes Problem, nämlich von Internet-Service-Providern aus dem Verkehr gezogen zu werden.
Bereits über 2.000 Systeme weltweit sollen inwzischen von Migmaf betroffen sein.

