RIAA klagt eingestellten Downloadservice
Es hat ein wenig gedauert, doch schließlich hat die RIAA, die US-Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie, die Muttergesellschaft Sakfield des spanischen Anbieter Musik-Downloadportal Puretunes sowie zehn weitere beteiligten Personen verklagt.
Puretunes war im Mai auf der Bühne erschienen und hatte angefangen Songs zum Pauschalpreis zum Download anzubieten. Das Unternehmen behauptet, im spanischen Urheberrecht ein Schlupfloch gefunden zu haben.
Die Betreiber des Portals geben an, die Rechte zum Online-Vertrieb der Musik von spanischen Rechteagenturen erworben zu haben. Das spanische Urheberrecht sehe keine explizite Erlaubnis durch die Musiklabels vor, so die Argumentation.
Die Vertreter der Musikindustrie gaben jedoch an, dass Puretunes kein Recht dazu habe, weil es weder die Genehmigung der Labels, noch der Künstler oder Publisher eingeholt habe.
Spanische Website will Musik legal anbietenPuretunes ist offline
Die RIAA begründet ihre Klage damit, dass der Service aufgrund der fehlenden Lizensierung von vorneherein nicht legal gewesen sei. Zudem hätte man Kunden mit falschen Angaben hinters Licht geführt und sie glauben lassen, Puretunes hätte wirklich Rechte an den betreffenden Musikstücken erworben.
Die Klage über 57 Mio. USD wurde in Washington eingereicht, da laut RIAA die Gesellschaft ebendort Kunden und Geschäfte suchte und die Website von einem Service Provider in Washington gehostet wurde. Laut Klagschrift sollen auch die Rechner, auf den Puretunes die Songs gespeichert hatte, beschlagnahmt oder zerstört werden. oder
Der Service ist seit letztem Monat, wenigen Wochen nach dem Start, nun nicht mehr erreichbar und hat sich zudem ohne Kommentar verabschiedet.
Abonnenten, manche hatten bereits für ein ganzes Jahr im voraus bezahlt, haben nach eigenen Angaben die Firma mehrmals angemailt, jedoch niemals eine Antwort erhalten.
Puretunes
