Handyfirmen führen Jugendschutz ein
Die führenden europäischen Handyfirmen haben sich zu einem stärkeren Schutz von Kindern und Jugendlichen verpflichtet.
Einen entsprechenden Verhaltenskodex unterschrieben am Dienstag in Brüssel 15 Mobilfunk- und Inhalteanbieter, darunter die Deutsche Telekom, Vodafone und Hutchison 3G Europe.
Die Verpflichtung soll bis spätestens Februar 2008 wirksam werden.
Filter gegen anstößige Inhalte
Die Unternehmen wollen in den nächsten zwölf Monaten jugendgefährdende Inhalte identifizieren und über Filter sperren. Zudem wollen sie Eltern und Kinder mit Werbekampagnen auf Gefahren hinweisen.
Die Industrie machte klar, dass es zu allererst an den Eltern liege, ihren Kindern den sicheren Umgang mit einem Handy zu erklären.
In Deutschland haben nach EU-Angaben rund die Hälfte aller Sechs- bis 13-Jährigen ein Handy.
Aufruf an Internet-Anbieter
EU-Medienkommissarin Viviane Reding rief alle Internet-Anbieter auf, sich dem Vorbild der Handyfirmen anzuschließen.
Nach ihren Angaben sind die Gefahren für Minderjährige durch den Internet-Zugang auf vielen Handys deutlich gestiegen. Die jugendgefährdenden Angebote reichen demnach von gewalttätigen Spielen bis hin zu Pornoseiten.
(dpa | AFP)
