US-Mobilfunker pushen SMS
Die Mobilfunkanbieter in den USA haben damit begonnen, verstärkt für die in Amerika bisher kaum genutzten SMS-Angebote zu werben.
Erst seit etwa einem Jahr ist es möglich, Textmitteilungen in ein anderes Mobilfunknetz zu schicken. Daraufhin vervierfachte sich die Zahl der monatlich in den USA verschickten SMS im vergangenen Jahr auf rund eine Milliarde - allein in Deutschland sind es mehr als drei Milliarden.
"Wir versuchen jetzt verstärkt, mit SMS Geschäfte zu machen", erklärte Jeremy Pemble von der Telefongesellschaft AT&T. Zu den Marketing-Aktionen gehören SMS-Abstimmungen bei beliebten Fernsehshows.
Die USA entdecken SMSKostenstrukturen
In Europa ist das regelmäßigen "Texten" aber auch eine Folge der hohen Preise für Telefongespräche mit dem Handy.
Die Mobilfunkverträge in den USA hingegen enthalten in der Regel so viele Gesprächsminuten, dass sie in einem Monat oft nicht verbraucht werden.
Die meisten Amerikaner könnten es sich daher gar nicht vorstellen, das Mobiltelefon für etwas anderes zu benutzen als zum Telefonieren, erklärt Charles Golvon vom Marktforschungsinstitut Forrester Research:
"Da ist einfach eine große Umstellung im Verhalten notwendig. Und solche SMS-Zahlen wie in Europa werden wir hier nicht sehen."
