08.07.2003

DER NAPSTER

Shawn Fanning plant Comeback

Während der neue Napster-Besitzer Roxio die Wiederbelebung des Tauschbörsen-Pioniers als legaler Online-Musikdienst vorbereitet, arbeitet auch Napster-Entwickler Shawn Fanning an der Etablierung von legalen Musikplattformen.

Fanning ist derzeit auf der Suche nach Geldgebern für seine neue Technik, die einen Songtausch ohne Urheberrechtsverletzungen garantieren soll. Mit der Software sollen Copyright-geschützte Musiktitel in einem Netzwerk erkannt und von der Musikindustrie mit entsprechenden Preisen pro Download versehen werden können.

Erkennungssystem für Bezahl-Downloads

Der derzeit medienscheue Fanning scheint mit seinem neuesten Projekt die Versöhnung mit den ehemaligen Konkurrenten zu suchen.

Statt die Linie seines Erstlingswerks fortzusetzen, hat er nun die Seiten gewechselt und arbeitet im Interesse der Musikindustrie an Wegen, das Internet zum lukrativen Vertriebskanal zu machen.

Das neue Programm arbeitet mit digitalen Wasserzeichen, die jeden über das Netzwerk angebotenen Song über eine Datenbank identifizieren. Geschützte Lieder sollen so nicht mehr ohne Bezahlung heruntergeladen werden können.

Tauschbörsen müssen ins Boot

Fanning soll sein neues Projekt in den letzten Wochen bereits mehreren großen Plattenlabels demonstriert haben, um sie für seine Idee zu gewinnen.

Auch die führenden Peer-to-peer-Netzwerke wie KaZaA, Morpheus und Grokster muss Fanning noch mit ins Boot holen.

Doch das wird wohl nicht einfach, denn die Tauschbörsen-Betreiber sind zwar grundsätzlich an Gewinn bringenden Ideen interessiert, fürchten jedoch eine User-Abwanderung, wie in der Vergangenheit bereits mehrmals passiert, falls man das System implementiert.