08.07.2003

TELEFONITIS

Italienische Kids sind "handysüchtig"

Italienische Psychologen schlagen wegen der Handyverbreitung unter Kindern Alarm.

56 Prozent der italienischen Mädchen und Buben unter zwölf Jahren besitzen bereits ein Mobiltelefon, das sie meistens von den Eltern geschenkt bekommen haben.

Wie aus einer Studie der Universität Triest hervorgeht, haben die italienischen Kinder ihr Handy fast permanent eingeschaltet. Nur 14 Prozent schalten ihr Mobiltelefon in der Schule aus, in der Kirche drehen es immerhin 20 Prozent ab.

Eltern unterstützen Handywunsch

30 Prozent der italienischen Kinder meinen, das Mobiltelefon sei "lebensnotwendig", für 55 Prozent ist es dagegen ein Mittel, um mit Eltern und Freunden Kontakt zu halten. 89 Prozent der befragten Kinder kommen aus Familien, in denen beide Elternteile ein Handy besitzen.

Den Trend zum Kinder-Handy unterstützen offenbar auch die Eltern, für die es einen Sicherheitsaspekt darstellt. Für viele Mütter und Väter sei es wichtig, dass ihr Kind stets erreichbar ist, heißt es in der Studie.

Psychologen warnen angesichts der Resultate der Umfrage: Die "bambini" seien immer mehr von einem "technologischen Spielzeug" abhängig, statt persönliche Kontakte zu entwickeln.