USA empfehlen Gefängnis gegen Piraterie
Ein Vertreter der US-Handelsbehörde hat sich gegen Preisregulierung für Film- und Musik-CDs als geeignete Gegenmaßnahme gegen Piraterie in Malaysia ausgesprochen.
William Lash aus dem US-Wirtschaftsministerium empfahl zudem harte Gefängnisstrafen an Stelle der bisherigen Geldstrafen von bis zu einer Million Ringgit [230.000 Euro] als Mittel der Wahl gegen Piraterie.
"In den USA gehen sie für so etwas ins Gefängnis. Eine Frau bekam neun Jahre Gefängnis für ihre erste Software-Piraterie-Straftat." Es sei wichtig, dass organisiertes Verbrechen auch wie organisiertes Verbrechen behandelt wird, so Lash.
Die malaysische Regierung wollte mit den Preissenkungen der Piraterie den finanzielle Anreiz entziehen und so die weitere Verbreitung von Raubkopien in Malaysia begrenzen.
CD-Preisregulierung gegen PiraterieGegen Künstler gerichtet
Laut Lash würden Preiskürzungen nur die Künstler treffen, die damit eigentlich geschützt werden sollten. Ein Vertreter der Musikindustrie meinte, dass der Schritt Malaysia wohl vorerst aus der Bredouille retten würde, "aber stellen Sie sich vor, was uns passieren würde wenn alle Länder Preishalbierungen verlangen würden".
Lash lobte jedoch auch Malaysias Einsatz gegen die Piraterie. Auf Grund des Einsatzes der Regierung sei der Verlust der USA durch illegal verkaufte CDs von 316 Mio. USD 2001 auf 242 Mio. USD im letzten Jahr gesunken.
Eine Original-CD oder -DVD kostet auf den Straßen Kuala Lumpurs zwischen 40 und 80 Ringgit [zehn bis 19 Euro], während illegale Kopien nur rund 20 Ringgit kosten.
