Handys machen Männer schlauer
Seit Jahren streiten Wissenschaftler, ob die Strahlung von Handys und Handymasten gesundheitsschädlich ist oder nicht.
Nun kommt eine neue Studie der University of Bradford in Großbritannien zu einem überraschenden Ergebnis: Handystrahlung fördert das Kurzzeitgedächtnis - laut Studie jedoch nur bei Männern.
Ausschließlich bei den männlichen Testpersonen zeigte sich, dass jene weniger Fehler bei den Gedächtnisaufgaben machten, die ein eingeschaltetes Handy am Ohr hatten. Allerdings beeinflusste das Mobiltelefon nur das Kurzzeitgedächtnis, das Langzeitgedächtnis wurde davon offenbar nicht beeinflusst. Bei erneuter Abfrage der Merkübungen nach einer Woche war der Unterschied verschwunden.
In einer aktuellen Studie äußerte ein drittel der deutschen Handynutzer Bedenken ob möglicher Gesundheitsgefahren Handytelefonie. Die Angst vor Mobilfunksendemasten sei demnach im Vergleich zu früheren Befragungen gestiegen und höher als die vor Endgeräten.
Jeder Dritte hat Angst vor HandystrahlungWarnung vor Umkehrschluss
Die Forscher warnen jedoch vor der naheliegenden Schlussfolgerung, mit Handys die Leistungsfähigkeit beeinflussen zu können.
"Die Tatsache, dass Mobiltelefone in irgendeiner Weise die Funktion des Gehirns beeinflussen, könnte möglicherweise bedeuten, dass kumulative Belastung durch EMF [elektromagnetische Felder] auch in einer Zerstörung münden könnten", so Studienautor Jim Smythe.
Testung im Blindversuch
Für die Studie wurden 33 männliche und 29 weibliche Studenten
untersucht. Sie mussten Gedächtnis-Aufgaben lösen und dabei
teilweise eingeschaltete Handys oder auch Handy-Attrappen ans linke
Ohr halten, wobei die Probanden nicht wussten, ob ihr Telefon gerade
arbeitete oder nicht.
University of Bradford
