China rüstet für Satelliten-Navigation
Neuer Navigationssatellit im All
Drei Wochen nach seinem Test mit einer Anti-Satellitenwaffe brachte am Samstag eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 3-A" den Satelliten "Beidou" in seine Umlaufbahn.
Der Start vom Raumfahrtzentrum Xichang in der südwestchinesischen Provinz Sichuan verlief nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua problemlos. Es sei der vierte Satellit seiner Art seit 2000 gewesen.
Kooperation mit EU-Navigation
Auf der Grundlage der "Beidou"-Satelliten baut China ein zunächst experimentelles Navigations- und Positionssystem mit dem Namen Compass. Es solle der Telekommunikation, dem Transportwesen und der "nationalen Sicherheit" dienen, wie Xinhua schrieb.
Mit der Europäischen Union kooperiert China beim Aufbau des Galileo-Navigationssystems, das eine Alternative zum amerikanischen GPS werden soll.
Ab 2008 soll das System voll in Betrieb gehen und Klienten in China und angrenzenden Ländern zur Verfügung stehen. Schrittweise will China das Satellitennetz dafür auch weltweit ausbauen.
(dpa)
