1,2 Mrd. Euro für Europas IKT-Forschung
Die Europäische Union will heuer noch 1,2 Mrd. Euro für Forschung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien [IKT] bereitstellen.
Auf einer Veranstaltung in Köln wurde am Donnerstag das größte einzelne Forschungsprogramm Europas vorgestellt, das alle Gebiete der IKT-Forschung umfasst.
Von Kommunikation bis Energieeffizienz
Zu den Themen gehören unter anderem Kommunikation, Software-Systeme und -Dienste, Medienvernetzung, Elektronik, Fotonik und eingebettete Systeme. Auch weiterführende Gebiete wie Verkehr, Gesundheitsfürsorge und Energieeffizienz sind erwünscht.
Eine große Rolle spielt laut EU auch die Grundlagenforschung auf Gebieten wie dem Internet der Zukunft - einem Kernbestandteil der Forschung im Zusammenhang mit den Kommunikationstechnologien.
Projekteinreichungen bis 8. Mai möglich
Am Donnerstag nahmen rund 2.000 Forscher an einem Informationstag in Köln teil, um sich über die Modalitäten der Teilnahme und über die Verfahren zur Vergabe der Fördermittel des 7. Rahmenprogramms zu informieren.
Die erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für IKT-Projekte innerhalb des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms wurde am 22. Dezember 2006 veröffentlicht und läuft bis zum 8. Mai 2007.
Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen und Einrichtungen nicht nur aus Europa. Die Projektkonsortien müssen einen gemeinsamen Vorschlag einreichen, der dann von unabhängigen Sachverständigen bewertet wird.
Weitere Projekte in Planung
Während das Förderprogramm erst anläuft, nehmen andere EU-weite IT-Projekte bereits Gestalt an: In den Europäischen Technologieplattformen [ETP] arbeiten Partner aus Industrie und Hochschulen gemeinsam an wichtigen strategischen Forschungsthemen.
Darüber hinaus wird die Kommission im kommenden Frühjahr gemeinsame Technologieinitiativen vorschlagen, in denen Unternehmen, Hochschulen, Mitgliedsstaaten und EU in Form öffentlich-privat finanzierter Partnerschaften zusammenarbeiten werden.
