04.07.2003

RETOURGANG

Dell verzichtet künftig auf Häftlingsarbeit

Der Computerhersteller Dell wird künftig auf Häftlingsarbeit beim Recycling von PCs verzichten.

Bisher hatte Dell seine Computer bei Unicor recyceln lassen, ein Unternehmen der US-Gefängnisverwaltung, das Häftlinge für die Arbeiten einsetzt. Ein Dell-Sprecher räumte nun ein, dass diese Entscheidung auch nach Protesten von Konsumenten gefallen sei.

Allerdings sei das Arbeitsprogramm für Häftlinge "rein freiwillig" und vermindere deren Rückfallquote, betonte er gegenüber der "New York Times".

Keine Mindestlohn-Vorschriften

Die Arbeit unterliege nicht den Mindestlohn-Vorschriften auf dem normalen Arbeitsmarkt. Auch seien die Giftstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt worden. Diese Vorwürfe wies der Dell-Sprecher zurück.

Als vorbildhaft beim PC-Recycling empfahl die Gruppierung den Computerkonzern Hewlett-Packard. Dieser arbeite mit der Recyclingindustrie zusammen und halte die Umweltstandards ein.