03.07.2003

LIEBER NICHT

Angst vor Apples iTunes

Wie zuvor schon Linkin Park, Madonna und Radiohead wollen nun auch The Red Hot Chili Peppers und Metallica ihre Musik nicht über den Online-Musikstore iTunes von Apple vertreiben.

Der Grund: Die Gruppen fürchten mit dem Verkauf einzelner Titel über das Internet einen schleichenden Niedergang der kompletten CDs.

"Unsere Künstler möchten lieber nicht zum Tod des Albums beitragen", sagte Mark Reiter vom Unternehmen Q Prime Management, das die Red Hot Chili Peppers, Metallica und einige andere Bands managt.

Seinen Angaben zufolge lehnt es Apple ab, über iTunes ganze Alben kostenpflichtig zum Download zur Verfügung zu stellen, wenn die Interpreten nicht gleichzeitig dem Verkauf einzelner Titel zustimmen.

Apple hat seinen Musikshop iTunes vor zwei Monaten in den USA gestartet und seitdem bereits fünf Millionen Titel verschiedenster Künstler online verkauft. Das Angebot, das zurzeit nur über Apple-Computer erreichbar ist, soll auch in Europa seine Pforten öffnen.