Aufholbedarf für Österreichs Hoteliers

e-Tourismus
31.01.2007

Nur 39 Prozent bieten Breitband vor Ort

Mehr als die Hälfte der heimischen Tourismusunternehmen bietet Online-Buchungen an, damit liegt Österreich europaweit an fünfter Stelle.

Aber nur bei 18 Prozent der österreichischen Tourismusunternehmen macht der Anteil der Online-Buchungen mehr als 50 Prozent der Gesamtverkäufe aus. Das ist das Ergebnis einer von der Österreich Werbung [ÖW] vorgestellten "E-Business Watch"-Studie.

"Österreich nimmt im Bereich E-Tourismus zwar eine gute Position ein, muss aber daran arbeiten, den Standard zu halten und zu verbessern", meinte Markus Lassnig, der Leiter des E-Tourismus-Kompetenzzentrums Anet, das die Studie im Auftrag der EU durchführte.

Die Studie nahm den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien [IKT] in Tourismusbetrieben unter die Lupe.

Letzter Platz bei Breitband

Im europäischen Vergleich liegt Österreich, was die Online-Beschaffung sowie das Angebot von Buchungsmöglichkeiten im Internet betrifft, im oberen Mittelfeld.

Nachholbedarf besteht aber bei der Infrastruktur. Nur 39 Prozent der heimischen Tourismusbetriebe besitzen einen Breitband-Internet-Zugang. Damit ist Österreich an letzter Stelle hinter Bulgarien und Tschechien platziert.

Investitionen kundengetrieben

26 Prozent der betreffenden heimischen Tourismus-Institutionen nehmen diese Lücken wahr und wollen laut Studie ihre IKT-Ausgaben im Zeitraum 2006/07 erhöhen.

Größter Motor sind die Kunden, die sich immer mehr im Internet informieren und online buchen. 79 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass ihre Investitionen "kundengetrieben" sind, 72 Prozent erhoffen sich Wettbewerbsvorteile und nur 34 Prozent sehen die Lieferanten als "Treiber".

(APA)