Privatisierungsschub bei Hellenic Telecom

griechenland
31.01.2007

Telekom Austria weiterhin stark interessiert

Der größte griechische Telekom-Anbieter Hellenic Telecom [OTE] hat die US-Investmentbank Merrill Lynch mit der exklusiven Abwicklung der weiteren Privatisierung des staatlichen 38,7-Prozent-Anteils an OTE beauftragt, teilten die Griechen am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Als Interessent gilt die börsennotierte und teilstaatliche Telekom Austria [TA], die schon lange nach neuen Investments in Südosteuropa sucht.

Nemsic drängt auf Expansion

Zuletzt hatte das griechische Finanzministerium davon gesprochen, bis zu 20 Prozent abgeben zu wollen. TA-Chef Boris Nemsic meinte daraufhin: "Ich befürworte, dass wir uns das sehr genau ansehen." OTE expandiere genauso wie die Telekom Austria im südosteuropäischen Raum. "Es ist deshalb geradezu unsere Pflicht, uns damit zu befassen", sagte Nemsic Mitte Jänner.

Der Verkauf von weiteren staatlichen Telekom-Anteilen ist fixer Bestandteil des Programms der griechischen Regierung zur Sanierung ihres Staatshaushaltes. Im Budget 2007 habe Griechenland aus seinem Privatisierungsprogramm Einnahmen von 1,7 Mrd. Euro veranschlagt, hieß es.

Der gegenwärtige Marktwert von einem Fünftel der OTE liegt bei 2,3 Mrd. Euro. 2005 lag das Staatsdefizit noch bei 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, deutlich über der EU-Vorgabe von maximal drei Prozent.

(APA)