02.07.2003

ERPRESSUNG

Bloomberg-Hacker zu vier Jahren verurteilt

Ein US-Gericht hat einen Kasachen zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in das Computersystem eines Unternehmens eindrang und 200.000 USD zu erpressen versuchte.

Mit dem Urteil vom Dienstag verhängte das Gericht nach Angaben der Anklage eine der bisher schärfsten Strafen gegen einen Hacker.

Der zu 51 Monaten Haft verurteilte Oleg Zezev hatte sich über das Internet Zugang zum Computersystem des US-Finanzinformationsanbieters Bloomberg verschafft.

Bloomberg-Software modifiziert

Gefasst wurde Zezev im Sommer 2000 nach einem Treffen mit Bloomberg in London.

Während des Prozesses hatte sich herausgestellt, dass der Angeklagte früher als Cheftechniker bei dem kasachischen Unternehmen Kaskommerts Securities arbeite. Im Frühjahr 1999 stellte Bloomberg der Firma Datenbankdienste zur Verfügung. Dabei erhielt Kaskommerts auch eine Software, die dem Unternehmen Zugang zu Bloomberg-Diensten über das Internet ermöglichte.

Doch noch im selben Jahr kündigte Bloomberg den Vertrag wieder, weil der Kunde nicht zahlte. Zezev hatte aber noch die von Bloomberg gelieferte Software, die er so manipulierte, dass sie ihm auch Zugang zu geschützten Bereichen des Systems gewährte.