Kein "Handy-Jamming" in Gefängnissen
Die australische Bundesregierung spricht sich gegen das "Jamming", also das "technische Stören" von Mobiltelefonen, in Gefängnissen aus.
Einige Bundesstaaten wollten den Empfang im Umkreis von Strafanstalten stören, dagegen hat sich aber nun der australische Justizminister ausgesprochen.
Die Technologie sei unausgereift und könnte auch die Mobilfunk-Kommunikation außerhalb der Gefängnismauern beeinflussen, so Justizminister Chris Ellison in seiner Begründung. "Das Jamming könnte ganz normale Geschäftsgespräche außerhalb der Gefängnisse stören und - was noch wichtiger ist - auch Notrufe beeinträchtigen", so Ellison.
Ellison möchte eine Studie durch die australische Kommunikationsbehörde [Australian Communications Authority] über die Jamming-Technologien in Auftrag geben, bevor geltende Gesetze geändert werden, um derartige Störverfahren überhaupt erst zu erlauben.
Australian Communications AuthorityPilotprogramm soll starten
Der Bundesstaat New South Wales will dagegen in einem Pilotprogramm ein Jamming-System in einem Gefängnis testen. Häftlinge sollten daran gehindert werden, über illegal eingeschleuste Handys etwaige kriminelle Aktivitäten auch innerhalb der Gefängnismauern fortzusetzen.
"Die wachsende Arglist der Häftlinge, die kleine Bauweise der Handys und deren Funktionen, mit denen verbrecherische Handlungen begangen werden können, sollten nicht unterschätzt werden", so John Hatzistergos, Justizminister des Bundesstaates.
