01.07.2003

ZU 100 PROZENT

Animationsfilm "Sinbad" mit Linux erzeugt

Hollywood setzt seit Blockbustern wie "Shrek" und "Ice Age" voll auf digitale Animationsfilme. Das Filmstudio DreamWorks wagt mit seinem neuesten Film "Sinbad: Der Herr der Sieben Meere" [bei uns eigentlich als Sindbad bekannt] zudem den Umstieg auf Linux.

Mit dem Wechsel auf Intel-basierende Linux-Workstations und Server konnten die Kosten um 25 Prozent gesenkt werden. Als Linux-Distribution kommt Red Hat zum Einsatz.

DreamWorks arbeitete bisher mit Rechnern von Silicon Graphics unter dem Unix-Derivat Irix. Auch andere Animationsstudios wie Industrial Light and Magic und Pixar nutzen Linux-Systeme.

Zu hundert Prozent mit Linux erzeugt

Schon bei "Shrek" hat sich DreamWorks erstmals in Kooperation mit Hewlett-Packard in Linux-Gewässer getraut. Dabei kamen Low-End-Server von HP zum Einsatz, um den Rendering-Prozess zu beschleunigen, mit dem die Basisbilder mit leuchtenden Farben und detaillierten Texturen versehen werden.

Bei "Spirit - Der wilde Mustang" wurde die Linux-Nutzung auch auf die Workstations der Film-Animateure ausgedehnt.

Der neue Film "Sinbad", der nächste Woche in die US-Kinos kommen soll, wurde nun zu hundert Prozent auf Linux-Rechnern und Rendering-Servern von HP erstellt. Neben HP-x4000-Workstations kommen auch die neueren xw8000-Modelle zum Einsatz.

Etwa 250 der 1.000 Linux-Rechner wurden für die Bearbeitung von "Sinbad" genutzt. Zusätzlich lief das Rendering über Hunderte Linux-Server.