Adobe reicht PDF zur Standardisierung ein

formate
29.01.2007

"De-facto-Standard soll De-jure-Standard werden"

Das Grafiksoftware-Unternehmen Adobe hat am Montag bekannt gegeben, die gesamte Spezifikation 1.7 des Portable Document Format [PDF] zur Standardisierung durch die International Organization for Standardization [ISO] eingereicht zu haben.

Einige Unterformate des PDF sind bereits als ISO-Industriestandards zertifiziert, etwa PDF for Archive [PDF/A] und PDF for Exchange [PDF/X].

Gegen Microsoft

"Das ist der nächste logische Schritt in der Weiterentwicklung von PDF von einem De-facto-Standard zu einem De-jure-Standard", so Kevin Lynch, der stellvertretende Geschäftsführer und oberste Softwarearchitekt von Adobe.

Mit der Einführung von Windows Vista ist Adobe unter Druck geraten. Microsoft hat in Vista die Unterstützung für sein Format XML Paper Specification [XPS] integriert. XPS gilt in Fachkreisen als "PDF-Killer", weil es ähnlichen Aufgaben gerecht werden soll wie Adobes Format.

Microsoft und Open-Source-Unterstützer kämpfen auch bei Office-Software um das Dateiformat, in dem wir in Zukunft unsere Informationen speichern werden. Das ODF-Dateiformat von Open Office ist bereits Industriestandard; Microsofts Office Open XML ist zur Standardisierung eingereicht.