30.06.2003

ORAKEL

Bildquelle: TA/waldt

TA-"Totalverkauf" unwahrscheinlich

Die Erste Bank hat am Montag ihre Kaufempfehlung für die Aktie der Telekom Austria [TA] bestätigt. Das Kursziel liege bei zwölf Euro, zumal weiterhin Wachstum im Mobilfunk und ein weiterer positiver Trend im Festnetz zu erwarten seien, heißt es in einer aktuellen Analyse der Bank.

Auf Grund der Übernahmespekulationen durch die Schweizer Swisscom und der Ergebnisse für das erste Quartal 2003 haben die Erste-Bank-Analysten das Ziel für den Ertrag pro Aktie für 2003 allerdings von 0,26 auf 0,24 Euro und für 2004 von 0,43 auf 0,41 Euro gesenkt. Für 2005 werden nun 0,58 Euro pro Aktie erwartet.

Die größten Bedenken hegen die Analysten wegen des rückläufigen Trends bei privaten Festnetzanschlüssen und des langsameren Wachstums im Mobilfunk.

Schwieriges Terrain

Einen Totalverkauf der ÖIAG-Anteile an der TA [derzeit 47,2 Prozent] erwarten die Erste Bank-Analysten nicht.

Die ÖIAG werde weiterhin 25 Prozent plus eine Aktie an der TA halten wollen, daher wären für einen potenziellen Käufer die 22,2 Prozent der ÖIAG und die 14,8 Prozent der Telecom Italia an der TA verfügbar.

Dass die Swisscom einen 20- bis 25-prozentigen Aufpreis auf den derzeitigen Aktienkurs für die TA-Aktien zahlen werde, halten die Erste Bank-Analysten für möglich. Allerdings hätten bisher politische Gründe den größten Stolperstein bei fast allen Fusionen zwischen Ex-Monopolisten dargestellt.