Netzwerkkinder und ihre Eltern
Früher kamen die Kinder von der Schule nach hause, machten die Türe hinter sich und die Freunde die Betriebsamkeit des Schulalltags blieb draußen", so Patrick Dixon, der vor kurzem im Museumsquartier in Wien auf Einladung der mobilkom austria und des Kindermuseums Zoom über die Generation der so genannten Netzwerkkinder referierte.
"Heute folgt die Athmosphäre des Klassenzimmers den Kindern auf ihrem Schulweg, nach hause bis ins Bett. Und das kann einen enormen, emotionalen Druck auslösen. Eltern sollten das bedenken."
Der Futurologe Patrick Dixon
Der Brite und gelernte Mediziner zählt zu Europas gefragtesten
Zukunftsforschern, sein bekanntestes Buch trägt den Titel
"Futurewise". Auf seiner Homepage postuliert er "The Future is
wireless" und auch thematisch setzt Dixon auf Bandbreite. Er hält
weltweit Vorträge über virtuelle Unternehmen, Biotechnologie, die
Zukunft der Nahrungsmittelindustrie, New Economy oder über den
Markteinfluss der Techno-Kids. Und seine mit großen Enthusiasmus
vorgetragenen Zukunftsvisionen erfreuen sich großer Beliebtheit.
globalchange.comErwachsene können von den Kinder lernen
78 Prozent aller Kinder sind nach der Schule online im World Wide Web unterwegs. Drei von vier Kindern und Jugendlichen verabreden sich am Nachmittag über das Handy. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der mobilkom austria.
Waren Eltern früher als Experten und Antwortgeber gefragt, so suchen sich die Kinder heute im Internet viele Antworten selbst.
Der technische Wissensvorsprung der Kinder sollte aber nicht dazu führen, dass sich Eltern jeglicher Verantwortung entziehen, so Patrick Dixon, der selbst Vater von vier Kindern ist. Er plädiert für den Einsatz von Filtersoftware.
"Ich denke Eltern haben die moralische Pflicht ihre Kinder im Internet zu begleiten und über ihre Reisen bescheid zu wissen".
Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix
An einem Projekt, das versucht die gute alte Kreidetafel, in eine
vernetzte Welt zu importieren, arbeiten die Berliner Entwickler von
E-Chalk, so heißt die Software. matrix präsentiert die elektronische
Zaubertafel, auf der man ganz normal schreiben kann, mit der man
aber auch sonst einiges machen kann, was von einer gewöhnlichen
Schultafel zuviel verlangt wäre.
matrix - computer & neue medien
