29.06.2003

MATRIX FORUM

Bildquelle: PD

Netzwerkkinder und ihre Eltern

Früher kamen die Kinder von der Schule nach hause, machten die Türe hinter sich und die Freunde die Betriebsamkeit des Schulalltags blieb draußen", so Patrick Dixon, der vor kurzem im Museumsquartier in Wien auf Einladung der mobilkom austria und des Kindermuseums Zoom über die Generation der so genannten Netzwerkkinder referierte.

"Heute folgt die Athmosphäre des Klassenzimmers den Kindern auf ihrem Schulweg, nach hause bis ins Bett. Und das kann einen enormen, emotionalen Druck auslösen. Eltern sollten das bedenken."

Erwachsene können von den Kinder lernen

78 Prozent aller Kinder sind nach der Schule online im World Wide Web unterwegs. Drei von vier Kindern und Jugendlichen verabreden sich am Nachmittag über das Handy. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der mobilkom austria.

Waren Eltern früher als Experten und Antwortgeber gefragt, so suchen sich die Kinder heute im Internet viele Antworten selbst.

Der technische Wissensvorsprung der Kinder sollte aber nicht dazu führen, dass sich Eltern jeglicher Verantwortung entziehen, so Patrick Dixon, der selbst Vater von vier Kindern ist. Er plädiert für den Einsatz von Filtersoftware.

"Ich denke Eltern haben die moralische Pflicht ihre Kinder im Internet zu begleiten und über ihre Reisen bescheid zu wissen".